Gallisch-keltische Helveter bebauten als Besiegte Roms, also im Stande von Leten/Unfreien das Land. Ihre kulturelle Selbstbestimmung war sicherlich äusserst eingeschränkt. Über die Bewirtschaftung der Alpen sind heute nur Spekulationen möglich. Konkrete Funde, archäologische Grabungen belegen äusserst selten römische oder keltische Präsenz wirtschaftlicher Tätigkeiten. Eine Eisenpfeife der Alp Hitschisbach im Klein-Melchtal/OW (auf 1350 m.ü.M/ Koordinaten:182/658) gehörte wohl einem gallo-keltischen Älpler? Helvetien und Obwalden wurden spätestens ab -56 und während rund 400 Jahren römisch "befriedet". Die Germania Superio, reichte von Genf, über Basel bis an den Bodensee, umspann das Haslital, Obwalden bis Giswil und hoch über Kerns, sowie Nidwalden. Römische Spuren finden sich ausser den bekannten vom Benediktiner Scherer beschriebenen Stellen von Alpnach, in Sarnen nordwestlich der früheren "Pension Seiler", wo 9 römische Münzen der Kaiser Gallienus, Victorinus und Tretricus gefunden wurden. 1870 wurden 50 m davon entfernt, beim Haus "Bergli" römische Kupfermünzen ausgegraben, eine von Augustus eine von Valentinian. Eigentliche Spuren von frühen Kelten fehlen bis anhin in Obwalden. Dies bedeutet noch nicht, dass es z.B. in Obwalden keine Keltensiedlung gegeben hätte. Man hat diese frühen Siedlungen einfach noch nicht gefunden! Die Forschung steht hier wohl glücklicherweise auf dem Nullpunkt, bis in der Schweiz bessere Voraussetzungen für die Forschung und die notwendigen Finanzen bereitstehen werden! Auf den Jurahöhen wurde kürzlich erst ein ganzes Dorf gefunden und archäologische Ausgrabungen begonnen. In der Nähe von Lausanne fanden sich Grossiedlungen. Der Umstand, dass die Kelten unzugängliche Höhen-lagen bevorzugten, welche heute nicht begangen werden, schützt diese Stätten vor zufälliger Entdeckung. Denn die aktuelle Bautätigkeit konzentriert sich auf die befriedeten Talgemeinden. Die Schweiz verbietet die Streubauweise. Dies soll jetzt gelockert werden, damit die Bauern zu neuem Einkommen gelangen können.
Zwischen -53 bis ca 350, nicht mehr ab dem 31.12.406, 459 Jahre lang, schalteten die Römer auch in Helvetien, wie es sie gutdünkte. Die einst stolzen Kelten waren zu unfreien römischen Leten geworden. Sicher siedelten die Römer an, wie es ihnen beliebte, eroberte Länder und Leten (Sklaven) nahmen die Römer mit. Die Gallier, die sich selber Kelten nannten, waren teilweise auch in römischen Diensten, sie verbündeten sich und verschmolzen diesseits des Rheines und jenseits des Rheines mit den Germanen, welche sie kulturell stark beeinflussten. Es bestehen oftmals Streitgespräche zwischen Wissenschaftlern, ob nun solche verschmolzene Völkerschaften mehr keltisch oder mehr germanisch gewesen seien. Die Kelten wurden germanisiert, beeinflussten jedoch die Kultur der verschiedenen Germanenstämme nachhaltig. Es ist anzunehmen, dass z.B. auch in Obwalden, die vielen altgediente Germanen, mit römischen Bürgerrecht, ab 350 die Rolle der Römer übernahmen. Sie verwalteten auch die Kelten., die Sie bald einmal in die eigene Pflicht nahmen, dies bis 746, ge-nerell. Karl Martel hielt 746 in Cannstatt Gericht über den aufständigen Baier Odilo und seine aufständischen Verbündeten, auch über die Innerschweizer. Karlman II seinen Bruder sandte er strafweise ins Kloster. Karl Martel, der Hammer (Hammer = Kultzeichen der Germanen und Fruchtbarkeitssmbol) nahm allen Gegnern zur Strafe alle ehemals römischen Leten (Land und Arbeiter) weg. Diese Hörigen bildeten nun das zentrale europäische feudale Substrat der kartellischen und karolingischen Herrschaft. Wenige (p=)fre(i=)ye Teile blieben in Europa, zum Teil bis ins 16. Jh., Zeit der letzten Bauernaufständ und Bauernkriege. Nur in der Schweiz hielten sich Koporationen, auch diejenigen der wohl ältesten, der Freiteiler zu Sarnen, die sich aus solchen Scharmüntzeln heraushielten, weil Sie, auch 1291 nichts zu gewinnen, alles zu verlieren hatten. Deshalb siegelte man erst nach, als alles gut gekommen und entschieden war! Frei wurden die Kelten in einer ersten Runde zwischen 1315 und 1386 und dann eigentlich erst um 1878.